Blasenschwäche / Harninkontinenz – Zu Unrecht ein Tabuthema

Harninkontinenz – eine Volkskrankheit

In der Schweiz leiden schätzungsweise ca. 500'000 Personen an einer Form der Harninkontinenz. Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Betroffenen konstant an. Frauen sind etwa dreimal häufiger betroffen als Männer. Kennen auch Sie das äusserst unangenehme Gefühl, dauernd auf die Toilette zu müssen? Haben auch Sie in ganz alltäglichen Situationen Angst, Urin zu verlieren? Falls ja, könnte eine Harninkontinenz vorliegen.

Harninkontinenz – Was ist das genau?

Unter Harninkontinenz wird der unwillkürliche bzw. ungewollte Abgang von Urin verstanden. Umgangssprachlich hat sich der Begriff Blasenschwäche etabliert.

Es werden verschiedene Formen der Inkontinenz unterschieden:

  • Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz)
  • Dranginkontinenz
  • Mischinkontinenz
  • Überaktive Blase (engl. over active bladder, OAB)
  • Überlaufinkontinenz
  • Reflexinkontinenz

Die häufigsten zwei Formen der Inkontinenz sind die Belastungsinkontinenz (= Stressinkontinenz) und die Dranginkontinenz.

Harninkontinenz – besser darüber sprechen, als darunter leiden!

Eine Harninkontinenz kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen: soziale Kontakte leiden darunter, Freizeitaktivitäten werden reduziert und die Bewegungsfreiheit im Alltag wird eingeschränkt. Obwohl Harninkontinenz in der Schweizer Bevölkerung weit verbreitet ist, schämen sich viele Betroffene, sich mit Bekannten und Freunden darüber zu unterhalten. Auch ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, fällt vielen Betroffenen nicht leicht. Brechen Sie das Tabu! Schämen Sie sich nicht, mit Freunden und Bekannten über Harninkontinenz zu sprechen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/ Ihrem Arzt über mögliche nichtmedikamentöse und medikamentöse Massnahmen, die Ihre Beschwerden lindern können und Ihnen so einiges an Lebensqualität zurückgeben können.